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Wie sieht ein Roadtrip aus, der in knapp zwei Wochen den amerikanischen Westen durchquert – von den Wüstenschluchten Arizonas bis zu den geothermischen Wundern in Yellowstone?

Die Route beginnt in Las Vegas und endet in Salt Lake City. Sie führt über den Norden Arizonas, durch das Gebiet der Navajo Nation und die Nationalparks in Utah, dann weiter nach Norden durch Wyoming bis in die Region um Grand Teton und Yellowstone.

Der vorgeschlagene Plan basiert auf meiner Reise von 2017, als ich nahezu dieselbe Strecke in den USA gefahren bin. In Wyoming habe ich damals eine totale Sonnenfinsternis erlebt – ein Moment, der zu den intensivsten Erinnerungen dieser Reise wurde.

Dieser Roadtrip verbindet Ikonen wie den Grand Canyon, Monument Valley und den Antelope Canyon mit weniger besuchten Gegenden in Utah und Wyoming. Auf die dramatischen Wüstenlandschaften folgen abgelegenere Regionen rund um Capitol Reef, das Gebirge der Wind River Range und schließlich die geothermische Wunderwelt des ältesten Nationalparks der Welt – Yellowstone.

Tag 1 – Ankunft in Las Vegas

Ankunft in Las Vegas. Nach dem Einchecken bummeln wir ein Stück den Las Vegas Strip entlang und halten an einigen der ikonischen Orte der Stadt.

Kurzer Stopp zum Beispiel am Hotel Bellagio mit seinen berühmten Fontänen. Wer möchte, kann abends eines der Casinos besuchen. Übernachtung in Las Vegas.

Tag 2 – Grand Canyon North Rim und Weiterfahrt nach Page

Am Morgen brechen wir von Las Vegas nach Osten zum North Rim des Grand Canyon auf.

Der Grand Canyon beeindruckt sofort mit seiner Größe und Tiefe. Einer der schönsten Aussichtspunkte ist der Point Imperial.

Am Nachmittag geht es weiter nach Page. Unterwegs treffen wir bei Marble Canyon erstmals auf den Colorado River und halten an der historischen Navajo Bridge.

Am Abend erreichen wir Page und übernachten dort.

Tag 3 – Page und Antelope Canyon

Am dritten Tag bleiben wir in Page – ein idealer Ausgangspunkt für mehrere bekannte Naturattraktionen.

Am Morgen besuchen wir den Horseshoe Bend, die ikonische Flussschleife des Colorado. Später fahren wir zum Lake Powell, wo wir ein Kajak ausleihen oder baden können.

Eine der Hauptattraktionen ist der Lower Antelope Canyon. Vor dem Eintritt verkürzen uns einheimische Navajo das Warten oft mit Musik.

Der Canyon selbst übertrifft oft sogar hohe Erwartungen. Die schmalen Sandsteinwände und das von oben einfallende Licht formen Farbspiele und Strukturen, die kaum jemanden kalt lassen.

Tag 4 – Monument Valley, Moki Dugway und die Lake-Powell-Region

Am Morgen fahren wir von Page Richtung Monument Valley.

Unterwegs legen wir Stopps an bekannten Punkten ein – etwa an der Felsformation Mexican Hat oder am Aussichtspunkt, der als Forrest Gump Point berühmt wurde.

Wir halten auch am Goosenecks Overlook und befahren anschließend die bekannte Moki Dugway. Von dort zweigen wir zum Muley Point ab – mit weitem Blick über die vom Colorado geformte Landschaft.

Ein weiterer Stopp ist die Hite Crossing Bridge. Sie überspannt den nördlichen Arm des Lake Powell an der Stelle der ehemaligen Siedlung Hite – einst ein wichtiger Übergang über den Colorado, lange bevor der Glen Canyon Dam gebaut wurde.

Wenn die Zeit reicht, lohnt ein Abstecher in den weniger bekannten Leprechaun Canyon – ein enger Slot-Canyon mit glatten Sandsteinwänden und Farben, die an den Antelope Canyon erinnern, jedoch mit deutlich weniger Besuchern.

Übernachtung in Hanksville.

Tag 5 – Capitol Reef und die Fahrt quer durch Utah

Am Morgen brechen wir in Hanksville auf. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Capitol‑Reef‑Nationalpark.

Hier unternehmen wir eine kurze Wanderung zur Hickman Natural Bridge – einem eleganten Sandsteinbogen hoch über dem Canyon, einer der fotogensten Formationen im Capitol‑Reef‑Nationalpark.

Wenn es die Zeit zulässt, fahren wir noch zum Upper Cathedral Valley Overlook – einem Aussichtspunkt über dem weiten Cathedral Valley mit Blick auf die typischen Sandsteinmonolithe und die Wüstenlandschaft des Capitol‑Reef‑Nationalparks.

Am Abend erreichen wir Salina und übernachten dort.

Tag 6 – Stewart Falls und Weiterfahrt nach Wyoming

Frühstück im Hotel in Salina, danach Weiterfahrt zum Start der Wanderung zu den Stewart Falls. Eine willkommene Pause nach den längeren Autofahrten.

Bei gutem Wetter und ausreichend Zeit lässt sich das Programm um den Aufstieg auf den Mount Timpanogos erweitern – einen der höchsten Gipfel der Wasatch Range (3 581 m). Die Tour zählt zu den beliebtesten Wanderungen in Utah, ist aber eine Ganztagesroute von rund 8 bis 10 Stunden mit großartigen Blicken über das Utah Valley. Entscheiden wir uns dafür, sollten wir im Itinerar einen eigenen Tag einplanen.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Norden in Richtung Wyoming. Unser Ziel ist der Bereich vor der Wind River Reservation, wo wir übernachten und uns auf die Erkundung dieses wenig besuchten Landstrichs vorbereiten.

Tag 7 – Wind River Reservation

Wir beginnen den Tag in der Wind River Reservation, Heimat der Eastern Shoshone und Northern Arapaho. Es ist ein weites Gebiet mit offener Landschaft, Bergpanoramen und einer lebendigen indigenen Kultur.

Im Tagesverlauf lohnen Stopps an verschiedenen Punkten rund um die Wind River Range – etwa an Aussichtspunkten auf die Hochgebirgsmassive oder an kleineren Bergseen. Vieles ist wenig bekannt, aber ausgesprochen eindrucksvoll.

Die gesamte Region gilt als Tor zur wilden Bergwelt der Wind River Range – einem der unberührtesten und am dünnsten besiedelten Gebirge des amerikanischen Westens.

Gegen Abend steht eine längere Etappe nach Westen an, die uns in die Gegend des Grand‑Teton‑Nationalparks und zum Südeingang von Yellowstone bringt.

Tag 8 – Grand Teton, Signal Mountain und Einfahrt nach Yellowstone

Wir wachen in der Gegend um den Signal Mountain Summit im Grand‑Teton‑Nationalpark auf. Am Morgen genießen wir noch den Blick über das Jackson Hole Valley und die markante Teton‑Silhouette – eine der ikonischsten Gebirgsszenerien des amerikanischen Westens.

Anschließend fahren wir nach Norden durch den Südeingang in den Yellowstone‑Nationalpark, der 1872 gegründet wurde und als ältester Nationalpark der Welt gilt.

Der Park ist vor allem für seine geothermischen Phänomene bekannt. Hier gibt es mehr als zehntausend Thermalobjekte – Geysire, heiße Quellen, Schlammtöpfe und Fumarolen.

Eine der ersten Stationen ist der Mud Volcano – ein Areal mit aktiven Schlammtöpfen und starkem Schwefelgeruch.

Wir besuchen auch die Lewis Falls – einen rund 9 Meter hohen Wasserfall am Lewis River, der direkt von der Hauptstraße aus gut zu sehen ist.

Auf den Fahrten durch den Park ist es recht üblich, Amerikanische Bisons zu sehen – eines der Symbole Yellowstones.

Tag 9 – Grand Canyon of the Yellowstone und Geysire

Am nächsten Tag setzen wir die Erkundung von Yellowstone fort.

Zu den eindrucksvollsten Orten zählt der Grand Canyon of the Yellowstone mit den Lower Falls – einem der bekanntesten Wasserfälle des Parks.

Später fahren wir zum Old Faithful – einem der berühmtesten Geysire der Welt. Er bricht etwa alle 30 bis 120 Minuten aus; man wartet also entweder ein wenig oder kommt zur richtigen Zeit.

Ein weiteres Wahrzeichen ist die Grand Prismatic Spring im Midway Geyser Basin – eine der größten und farbenprächtigsten Thermalquellen in Yellowstone.

Tag 10 – Montana und Idaho Falls

Wir verlassen Yellowstone und setzen kurz in den Bundesstaat Montana über – den nördlichsten Punkt unserer Reise.

Anschließend geht es weiter nach Idaho Falls. Die Stadt liegt am Snake River und ist ein angenehmer Ort, um nach der längeren Fahrt zu entspannen.

Wir besuchen die Wasserfälle am Snake River und unternehmen einen kurzen Abstecher ins Swan Valley zu den Creek Falls.

Tag 11 – Salt Lake City

Die letzte Etappe führt uns nach Salt Lake City.

Wir halten am Utah State Capitol Building und genießen die Stadtsilhouette. Salt Lake City überrascht mit ruhiger Atmosphäre, viel Grün und vergleichsweise wenigen Hochhäusern.

Tag 12 – Abreise

Abflug von Salt Lake City.

Charakter des Roadtrips

  • Dauer: etwa 12 bis 13 Tage
  • Start: Las Vegas
  • Ende: Salt Lake City
  • Art der Reise: Roadtrip durch den amerikanischen Westen
  • Hauptstationen: Grand Canyon (North Rim), Page, Horseshoe Bend, Antelope Canyon, Monument Valley, Capitol Reef, Wind River Reservation, Grand Teton, Yellowstone, Idaho Falls
  • Tägliche Fahrdistanzen (ungefähr):
    • Minimum: etwa 30 km
    • Durchschnitt: etwa 240 km
    • Maximum: etwa 510 km