
September 2023
Auf dem Rückweg von Socotra nach Europa habe ich in Abu Dhabi einen mehrstündigen Zwischenstopp. Weil ich noch nie hier war, beschließe ich, die Zeit optimal zu nutzen und die ikonische Sheikh Zayed Grand Mosque zu besuchen, nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.
Anreise vom Flughafen
Ich lasse mein Gepäck in der Gepäckaufbewahrung am Flughafen und starte zu einem kurzen Abstecher. Zur Moschee kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, am schnellsten und am komfortabelsten ist jedoch das Taxi. Hin- und Rückfahrt kosten mich etwa 40 EUR.
Mein Taxifahrer aus Bangladesch ist unglaublich hilfsbereit und gesprächig. Unterwegs erfahre ich viel über sein Leben, über Bangladesch und über seine Erfahrungen in Abu Dhabi.
Ankunft und Eingangsbereich
Kaum steige ich aus, merke ich, dass der eigentliche Eingang noch ein gutes Stück von der Moschee entfernt liegt. Das ist jedoch kein Problem – der Besucherweg führt geschickt durch ein Einkaufszentrum mit Souvenirs und Imbissen, der Übergang ist dadurch sehr bequem. Mehrere Rolltreppen helfen, die längeren Distanzen zu überbrücken.
Bald stoße ich auf die erste Kontrolle – die Kleidung. Prüfen Sie am besten vorab den Dresscode. Meine kurze Hose, die knapp über dem Knie endet, wird akzeptiert; grundsätzlich sollten Schultern und Beine bedeckt sein. Verzichten Sie in jedem Fall auf aufreizende oder freizügige Kleidung.
Der Eintritt ist kostenlos, die Sicherheitskontrolle verläuft zügig.
Erste Eindrücke
Ich komme am Abend, kurz nach Sonnenuntergang, an. Es sind weniger Menschen unterwegs, kein Gedränge. Monumentale Kuppeln, weißer Marmor und Wasserflächen ergeben zusammen mit der stimmungsvollen Beleuchtung ein eindrucksvolles Bild. Das Licht kurz danach bietet ideale Bedingungen für Außenaufnahmen.
Fotografieren und Bewegung auf dem Gelände

Auf der Website der Moschee lese ich, dass ein Stativ nur im Außenbereich erlaubt ist. Schließlich kann ich es während der gesamten Besichtigung nutzen – es stört niemanden. Fotografieren ist fast überall gestattet.
Das Personal achtet auf Ordnung – gerate ich einmal neben die markierte Route, werde ich höflich zurückgeleitet. Meine Fotoausrüstung weckt Neugier bei Besuchern und Mitarbeitenden, die deutlich zeigen, dass sie sich über mein Interesse an der Moschee freuen.
Ich betrete das Innere. Alles wirkt großartig, zugleich aber eher kühl und steril. Manche Bereiche sind nur einsehbar – man darf sie vom Durchgang aus fotografieren, betreten darf man sie jedoch nicht.
Lange Säulengänge wechseln sich mit weniger pompösen Abschnitten ab, geschmückt mit kräftigen Mosaiken. Über Korridore gelange ich bis in den Haupthof, vermutlich der fotogenste Ort des gesamten Komplexes. Hier sind die meisten Besucher unterwegs, und an manchen ikonischen Spots muss man für ein Foto kurz warten. Alles verläuft dennoch ruhig und respektvoll. Auch hier stört mein recht großes Stativ niemanden.
Rückweg zum Flughafen
Mein Rundgang dauert insgesamt rund eine Stunde. Danach nehme ich den kleinen Shuttlebus vor Ort, der mich zurück ins Einkaufszentrum des Areals bringt. Falls Sie am Eingang etwas verpasst haben, gibt es hier eine zweite Chance.
Anschließend rufe ich wieder meinen inzwischen bevorzugten bangladeschischen Taxifahrer und lege auf dem Weg zum Flughafen noch einen schnellen Stopp am McDrive ein.
Fazit
Die Sheikh Zayed Grand Mosque ist genau der Ort, den man einmal im Leben gesehen haben sollte. Die unkomplizierte Erreichbarkeit, der freie Eintritt und die sehr gute Organisation machen den Besuch zu einer idealen Ergänzung eines Aufenthalts in Abu Dhabi. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mir gern noch weitere Ikonen der Stadt angesehen – bei meinem Transfer blieb dafür keine Zeit.
Fakten zur Sheikh Zayed Grand Mosque
Offizieller Name: Sheikh Zayed Grand Mosque
Stadt: Abu Dhabi
Erbaut: 1996–2007; größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate
Eintritt: kostenlos
Fotografieren: erlaubt (Stativ offiziell nur im Außenbereich, wird innen jedoch meist toleriert)
Dauer des Besuchs: ca. 1 Stunde
