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Reisedatum: Ende Juli 2025

Einleitung

Der Codo de los Andes ist ein eindrucksvolles Trekkingziel in der grandiosen Bergwelt der östlichen Anden Boliviens. Sein Name bedeutet „Ellbogen der Anden“ – ein Verweis auf die markante Biegung des Gebirges, die hier spektakuläre Panoramen eröffnet. Wir haben uns für diesen Trek entschieden, weil er von der Hauptroute gut erreichbar ist und als relativ moderat gilt. Die Bilder im Netz versprachen großartige Ausblicke.

Anfahrt und Zugang

Wir haben den Abstecher während unserer Fahrt von Santa Cruz in Richtung Samaipata gemacht. Etwa 1,5 km hinter dem Dorf Cuevas zweigt links eine unbefestigte Piste namens Camino RN7-Palermo ab.

Diese staubige Piste führt auf rund 5,5 km bergauf bis zu einem Parkplatz auf einem Pass, wo der Trek beginnt. Auf der Strecke gibt es Furten und steilere Passagen – wir empfehlen daher ein Fahrzeug mit Allradantrieb.

Am Parkplatz gibt es Toiletten und eine provisorische Unterkunft. Der Eintritt zum Trek ist kostenpflichtig.

Der eigentliche Trek

Der Trek Codo de los Andes gilt als mittelschwer bis anspruchsvoll, besonders wenn Sie die gesamte Route inklusive des Abschnitts zu den Cuevas-Wasserfällen gehen möchten. Wir hatten nicht genug Zeit und sind daher nur den ersten Abschnitt bis zu den nächstgelegenen Aussichtspunkten gegangen.

Die Route ließ sich relativ gut verfolgen, ist aber im Grunde nicht markiert; nutzen Sie daher am besten eine Offline-Karte (z. B. maps.me oder Mapy.cz). Das Gelände war auch für Iba ideal. Ein paar steilere Passagen gab es zwar, er meisterte sie jedoch problemlos.

Schon nach wenigen Minuten Aufstieg öffneten sich weite Panoramen über die Umgebung – grüne Hügel, Täler und Fernblicke bis zum Horizont. Auf der gesamten Tour trafen wir nur eine kleine Gruppe mit Guide (ebenfalls mit Hund). Insgesamt wirkte der Ort sehr ruhig, mit nur wenigen Besuchern.

Wind

Das Wetter hat uns hier etwas überrascht. Trotz angenehmer Temperaturen und nahezu wolkenlosem Himmel machte ein starker bis teils extremer Wind die Tour anstrengend. Der Ort eignet sich eigentlich für Drohnenaufnahmen, doch der Wind war so heftig, dass wir es gar nicht erst versucht haben.

Fazit

Der Codo de los Andes ist ein schöner, teils dramatischer Trek mit beeindruckenden Aussichten, ruhiger Atmosphäre und der Chance, die Landschaft der östlichen Anden in ihrer ganzen Schönheit zu erleben. Auch wenn wir aus Zeitgründen nur einen Teil gegangen sind, war es ein Erlebnis, das wir nicht vergessen werden – besonders für Naturfans und Fotografen ist die Gegend ein echtes Paradies.